Industrie 4.0 – Lokalisierung in Produktion und Fertigung

Tom Moran ist ein Senior Business Development Manager at Capita TI für den Bereich Produktion und Fertigung . Tom untersucht, wie sich die Industrie in den letzten Jahren entwickelt hat und schaut in die Zukunft, wenn es um technologische Fortschritte geht, die seine zwei Spezialgebiete betreffen: Fertigung und Lokalisierung.

Wirtschaftshistoriker sind übereinstimmend der Meinung, dass neben der Viehzucht und dem Umgang mit Feuer die industrielle Revolution das wichtigste Ereignis der Menschheitsgeschichte war. Die Einführung von Maschinen, Produktionsprozessen sowie Dampf- und Wasserkraft veränderte die Welt nachhaltig. Fast jeder Aspekt des Alltags wurde beeinflusst, der Durchschnittsverdienst und die Bevölkerungszahlen erfuhren ein beispielloses, nachhaltiges Wachstum. Bahnschienen, Straßen und Kanäle veränderten unser Transportsystem für immer. Geschaffen wurden Dampfmaschinen, Telefone, Fabriken, Motoren, Stahl, die Börse, Luftreifen, Glühbirnen, Anästhesie, die Fotografie, bespielte Tonkassetten, Konserven und noch vieles mehr. Nicht, dass ich voreingenommen bin, aber dies wurde alles in der ersten Industriestadt, Manchester, entwickelt (daher wohl der Mittelpunkt des Universums!).

In den darauffolgenden 200 Jahren (mehr oder weniger) wurde die Produktion erheblich gesteigert, da Technologie Technologien schneller und besser wurden, auch als ‘Industrie 4.0’ bekannt. Die Grundidee entstand in Deutschland und wurde zum ersten Mal auf der Hannover Messe 2011 dokumentiert. Es handelt sich um die Idee hochautomatisierter Produktionsprozesse, bei denen nicht nur das gesamte Werk mithilfe von klaren Arbeitsabläufen, Bestandsdaten und Produktionseffizienz überwacht wird, sondern auch das gesamte Netzwerk von „Smart Factories“ in der Lieferkette zusammenarbeitet und im Wesentlichen in der Lage ist, Entscheidungen eigenständig zu treffen. Sie können sich eine typische Automobil-Zulieferkette so vorstellen, dass all die zahlreichen Subunternehmer, Lieferanten und Fabriken aus der ganzen Welt zusammenarbeiten und maximale Leistungen erzielen.

Sie fragen sich jetzt sicherlich, wie diese schnelleren, besseren und produktiveren Technologien die Lokalisierungsindustrie verbessert haben? Das ist in dieser Industrie nichts Neues – Tatsache ist, dass seit den 60er Jahren Maschinenübersetzungen weit verbreitet sind. Denn dank dieser Technologie können Sie Ihre Texte viel schneller übersetzen lassen. Maschinen können individuell angepasst und für bestimmte Industrien entwickelt werden und sind besonders für die Übersetzung technischer Texte von Nutzen, bei der ähnliche Begriffe Zeit fressen.

Es steht noch ein weiter Weg bevor und viele Hürden müssen überwunden werden, bevor wie sämtliche Auswirkungen dieser neuen industriellen Revolution sehen können. Wie wird sich diese auf qualifizierte Arbeitskräfte auswirken? Was sind die sozioökonomischen Folgen? Was passiert, wenn die Technologie längst überholt ist? Und was passiert, wenn Maschinen Empfindungen haben und sich gegen uns richten? WAS IST MIT DEN KINDERN?!?!

Alles wird sich zeigen, aber das eigentlich aufregende, in der Produktions- und Fertigungsbranche zu arbeiten ist, dass ihr ein Wandel bevorsteht und anzunehmen ist, dass 2025, den letzten 10 Jahren nach zu urteilen, nicht wiederzuerkennen ist!


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